Abschied von Vereinswirtin Renate Birnbeck

Abschied Renate BirnbeckWas für ein rührender Abschied   für die Langengeislinger Vereinswirtin Renate Birnbeck.

Langengeisling – An ihrem Ehrentag war das Clubheim nochmal rappelvoll. Nach 29 Jahren als Vereinswirtin geht Renate Birnbeck gemeinsam mit ihrer Helferin Traudl Huber in den Ruhestand(wir berichteten). Die Mitglieder des FC Langengeisling bereiteten den beiden einen rührenden Abschied.

Und nicht nur die: Als prominenter Gast war FC Bayern-Legende Dieter Brenninger eingeladen worden, der gern der Tischnachbar der glühenden FCB-Anhängerin war, noch lange nach dem offiziellen Teil blieb und mit den Geislingern plauderte.

Der FCL hatte sich einiges einfallen lassen für diesen Abend. Die Bezirksliga-Fußballer aus den 80er Jahren hatten sich gemeinsam mit ihrem damaligen Coach Adi Maier zu einem Training getroffen und versumpften danach wie einst. Ähnliches galt auch für die Fußballer aller nachfolgenden Generationen bis zur aktuellen Mannschaft, die der Wirtin einen von Fabian Aigner geschreinerten Tisch schenkten – natürlich mit dem Vereinswappen als Intarsien Arbeit.

Geschenke gab es aber auch von den Fußballfrauen, den Tennislern, Stockschützen, Gymnastikdamen. Der Abschied fiel halt schon sehr schwer. Besonders für Schriftführer Andi Graf, der für den erkrankten Vorsitzenden Sepp Kaiser die offizielle Abschiedsrede hielt, den beiden „FCL-Dauerkarten auf Lebenszeit“ schenkte und selbst zehn Jahre als Servicekraft im Vereinsheim arbeitete. Er konnte die Tränen kaum zurückhalten, als er an die gemeinsamen Kaffeerunden erinnerte, „bei denen wir über Gott und die Welt sprachen“.

Noch länger, nämlich ein Vierteljahrhundert, arbeitete Langengeislings Ex-Vorsitzender Franz Ludwig mit der Wirtin zusammen. „Für mich warst du Beschützerin und Aufpasserin des FCL“, sagte er zu ihr. Selbst für unangenehme Zeitgenossen habe sie Verständnis gezeigt und den deutlich erbosteren Vorsitzenden beruhigt: „Der werd scho was ham, Franz. Vielleicht ist a krank.“ Gern erinnerte sich der FCL noch an den Anruf seiner Wirtin: „Franz du muaßt kemma. I glaab, die Heizung ist aus-gfoin. Das Wasser zum Spülen und die Wirtschaft – ois saukoid. Und i hob a Geburtstagsfeier.“ Ludwig eilte ins Vereinsheim. Und dann sah er den Dampf aus dem Kabinenfenster: „Ein Jugendfußballer saß im Duschraum in Yogastellung, hatte alle Wasserhähne auf heiß gestellt und hörte laut Musik. Das Dampfbad wurde durch einen kurzen lauten Schrei beendet. Danach war auch das Vereinsheim wieder warm.“

Von den Kochkünsten schwärmten alle im Vereinsheim. Klaus Eicher erinnerte sich an einen ganz harten Tag. „Ich kam zum Stammtisch ein bisserl verspätet. Und ausgerechnet vor mir ging Renates berühmter Surbraten aus.“ Als alle Zuhörer schon in ein gemeinsames „Ooooooh“ einstimmten, ergänzte er: „Tja, dann musste ich halt die Surhax essen.“

Renate Birnbeck und Traudl Huber genossen den Abend. Und sie freuten sich, dass Nachfolger Kocco Klinger und dessen Team alles im Griff hatten. Es muss ja weitergehen 

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